Malawi – vorerst das letzte Kapitel meiner Afrikareise

Malawi war für mich so, wie ich mir Afrika vorgestellt habe – oder zumindest so, wie ich es mir vor meiner Reise aus vielen Bildern und Erzählungen vorgestellt hatte. Brunnen, aus denen Wasser gepumpt wird. Frauen, die schwere Wasserkanister auf ihren Köpfen nach Hause tragen. Männer, die mit einem alten, verrosteten Fahrrad mit nur einem Gang alles Mögliche transportieren – und das in Mengen, die nur schwer vorstellbar sind. Kinder, die aufgeregt winken und versuchen, ein paar Kwacha zu erbetteln. Sehr viel Plastikmüll. Frauen, die die Wäsche in kleinen Mini-Bächen waschen.
Man merkt schnell, wie unterschiedlich Lebensstandards sind. In den ländlichen Regionen gehört es zum Alltag, dass Häuser keinen fließenden Wasseranschluss haben. Das Wasser wird vom nächstgelegenen Brunnen gepumpt und dann auf dem Kopf nach Hause getragen. Zumindest so, wie ich es gesehen habe, hauptsächlich von Frauen und Kindern. Frauen waschen die Wäsche der Familie per Hand in kleinen Bächen. Gekocht wird meist auf offener Flamme mit Holz. Es wird alles auf der Straße verkauft. Überall gibt es kleine Stände oder riesige Marktplätze, auf denen alles angeboten wird, was angebaut und geerntet werden kann. Das bedeutet aber auch, dass man hier sehr oft das Gleiche isst, wenn man nicht gerade in der Hauptstadt wohnt, wo man fast alles bekommt.
In meiner Zeit in Liwonde gab es fast immer Kartoffeln, Reis, Nudeln, Kidneybohnen, Tomaten, Maisbrei (Nsima genannt), Eier und Auberginen. Manchmal kam es auch vor, dass man auf dem Markt nur Eier und Tomaten bekommen hat – nicht einmal Bananen, geschweige denn Äpfel. Daher haben wir meist einmal in der Woche oder spätestens alle zwei Wochen einen Großeinkauf aus Lilongwe, der Hauptstadt von Malawi, erhalten, um halbwegs alles wieder aufzufüllen. Aber so etwas wie Joghurt kann man hier kaum bekommen und wenn, dann nur super teuer.
Was ich außerdem sehr faszinierend finde: Es wird wirklich quasi alles auf der Straße oder in provisorischen Ständen verkauft. Ob Lebensmittel, Fleisch, Möbel, Klamotten, Schuhe, Elektronikgeräte – eben wirklich alles. Und manchmal muss man dafür nicht einmal aussteigen, weil die Leute direkt zu einem ans Auto kommen, einem die Sachen hinhalten und versuchen, sie zu verkaufen.
Dass man nicht immer Strom hat, ist mir ja mittlerweile gut bekannt und macht mir auch nicht mehr sehr viel aus. Zum Glück hatte ich immer eine Küche mit Gasherd. Daher sind Kochen mit Handylicht, Duschen im Halbdunkeln und sich Anziehen und Fertigmachen mit nur dem Taschenlampenlicht mittlerweile sehr erprobt und nichts Neues oder Ärgerliches mehr. Natürlich freut man sich immer, wenn der Strom zurück ist – macht halt doch vieles einfacher.
Eine neue Erfahrung war allerdings, mehrere Tage lang kein fließendes Wasser zu haben. Ich kann mich mittlerweile mit nur einem 5-Liter-Wassereimer duschen und muss sagen: Das geht erstaunlich gut. Und ja, man ist danach komplett sauber, die Haare sind gewaschen und man riecht gut! Mich hat das sehr fasziniert und gleichzeitig erschüttert: wie wenig Wasser man eigentlich benötigt, um sich komplett zu duschen und sauber zu sein. Krass, wie verschwenderisch das Duschen und unser Wasserkonsum eigentlich sind.
Ich habe leider auch traurige Sachen gesehen, besonders im Umgang mit Tieren. Wenn dich das triggert, überspringe diesen Absatz. Wie oben schon erwähnt, wird hier halt wirklich alles gegessen. Aufgrund von Armut und Nahrungsknappheit wird verwertet, was irgendwie nahrhaft ist. Ich meine, Hunger und die Notwendigkeit, irgendwie an Nahrung zu kommen, machen erfinderisch. Um ein Beispiel zu nennen: Es werden sogar Mäuse mit Haut und Haaren am Spieß gegrillt und am Straßenrand verkauft. Hühner, die auf den Märkten verkauft werden, aber in mega kleinen Käfigen gehalten werden und kaum noch Federn besitzen, weil sie sich gegenseitig so zerrupft haben. Und wenn ein Huhn gekauft wird, wird es an den Flügeln gehalten und nach Hause getragen. Kühe, die wie ein Paket zusammengeschnürt und dann wie ein Fass über den Boden gerollt werden, um anschließend auf einen Transporter mit vielen anderen Kühen gelegt zu werden. Ich glaube, den Ziegen geht es hier noch mit am besten, denn die laufen überall frei herum, bis sie eben geschlachtet werden. Nur wenn sie auf dem Markt verkauft werden, stehen sie angebunden unter nicht so schönen Bedingungen da.
Und dann ist da leider noch das Problem mit dem Plastikmüll. Ja, den findet man wirklich überall. Hier wird nämlich alles in so kleine, dünne blaue Plastiktüten gepackt. Überall, wo man hinsieht, findet man diese Tüten – sogar in Bäumen. Müll wird hier auch überall in kleinen Feuern verbrannt. Sprich, es riecht oft nach Feuer und verbranntem Plastik. Die Menschen schmeißen den Müll einfach auf die Straße. Ich habe viele Beispiele gesehen: Eine Frau trinkt aus einer Plastikflasche Cola und wirft die leere Flasche danach einfach auf den Boden. Im Minibus wird eine Packung Chips gegessen und die Tüte anschließend aus dem Fenster geworfen. Und so findet man den Plastikmüll wirklich überall – auch im tiefsten Busch.
Die Straßen hier befinden sich ebenfalls in wilden Zuständen. Manche sind mega gut und top in Schuss. Und dann gibt es wieder Straßen, die so viele und so tiefe Schlaglöcher haben, dass es echt schon an Kunst grenzt, diese Hindernisse irgendwie zu umfahren und trotzdem vorwärtszukommen. Kinder versuchen, die Löcher mit Erde zu füllen und dafür Geld von den Autofahrern zu erbetteln. Die Autos sehen daher auch sehr wild aus, was ihren Zustand betrifft. Und dennoch sieht man immer wieder sehr teure Autos. Auffällig war für mich, dass diese oft von Menschen mit indischem oder chinesischem Hintergrund gefahren wurden, die hier in Malawi Geschäfte führen oder Unternehmen besitzen.
Und trotzdem möchte ich nicht, dass am Ende der Eindruck hier entsteht, Malawi sei für mich einfach nur ein armes Land mit vielen Problemen. Ganz im Gegenteil. Gerade zwischen all diesen Beobachtungen gibt es unglaublich viele Momente, die diese Zeit für mich besonders machen und gemacht haben.
Ich habe während meiner Zeit im Nationalpark im Research Camp meinen 33. Geburtstag gefeiert. Und voll süß: Meine beiden Mit-Volunteers – sozusagen meine neu adoptierte Nichte Tilly und mein Neffe Timo – haben für mich eine wunderschöne Karte gebastelt, in die alle vom Camp etwas reingeschrieben haben, und mir einen Bananenkuchen gebacken. Als ich in unseren Gemeinschaftsraum beziehungsweise in die Küche gekommen bin, stand der Kuchen mit einer Kerze auf dem Tisch, ein Happy-Birthday-Banner hing am Fenster und alle haben für mich Happy Birthday gesungen. Das war wirklich eine sehr süße und schöne Überraschung. Morgens bei der Safari haben wir bei einem sehr schönen Spot für Kaffee und Tee gehalten. Und abends haben wir versucht, Löwen anzulocken, um einen zu betäuben und ihm ein Halsband mit GPS-Tracker anzulegen. Dazu gleich mehr. Also insgesamt ein sehr schöner und besonderer Geburtstag.
So, nun zu meiner Zeit im Research Camp: Was ich da genau mache beziehungsweise gemacht habe. Und auch noch zu meiner Zeit in der Auffangstation in Lilongwe im LWT-Center. Ich fange mal mit dem Research Camp in Liwonde an, da ich dort auch meine meiste Zeit verbracht habe. Der Tagesablauf war in der Regel immer der gleiche: morgens und nachmittags eine Safari. Einmal in der Woche eine Nachtsafari. Da wir um halb fünf begonnen haben und meist um halb zehn zurück waren, kann man es eigentlich kaum Nachtsafari nennen. Aber hier ist es ab sechs Uhr abends stockdunkel, daher sieht man auch um diese Zeit bereits die nachtaktiven Tiere. Das Ziel der Safaris: Tiere finden, tracken, zählen, aufschreiben und Wildtierkameras einsammeln oder wechseln. Während meines Aufenthalts hatte ich außerdem das Glück, dass eine Tierärztin stationiert war. Das Ziel war, in dieser Zeit Hyänen, Löwen und Geparden zu finden und Tiere zu darten, also zu betäuben, um ihnen ein Halsband mit GPS-Tracker anzulegen. Und ich muss schon sagen: Das ist irgendwie etwas sehr Besonderes und Aufregendes, auch wenn man dafür sehr viel Zeit im Auto verbringt. Manchmal bis zu zwölf Stunden am Tag.
Und ja, das war für mich zu viel. Ich bin hier und da etwas durchgedreht mit dem ganzen Sitzen, dem Nicht-Bewegen und auch damit, das Auto nicht verlassen zu dürfen. Dennoch ist das etwas sehr Einmaliges, was ich dort erleben durfte, und ich bin auch sehr dankbar dafür.
Für die Geparden hieß es dafür früh morgens und mittags loszufahren, um die Tiere während des Tages zu finden. Bei Dunkelheit hat man keine Chance. Die ersten zweieinhalb Wochen habe ich keinen einzigen Geparden zu Gesicht bekommen. Und dann ganz random hat uns ein Touristen-Safari-Auto gesagt, dass sie Geparden gesehen haben. Und dann ist unser Research-Fahrer gefahren. Ich sage nur: Speedy-Safari. Und tatsächlich: Die Geparden waren noch da. Dann hieß es warten, bis der Tierarzt mit Staff eintrifft und hoffen, dass die Tiere dort bleiben, wo sie sind. Natürlich haben sie sich bewegt, weil sie von den Rangern erschreckt wurden. Aber zum Glück kamen die drei Tiere zurück: die Mutter und ihre zwei männlichen Cubs. Die Mutter hatte bereits ein Halsband, doch das musste getauscht werden, weil es kein Signal mehr gesendet hat. Und der Tierarzt hat es wirklich geschafft, das Muttertier zu darten. Ich sage nur: WOW! So nah an einem Geparden zu kommen, ihn auszumessen, Haare zu entnehmen und das Halsband anzulegen – was für ein Erlebnis! Und dann ist das auch noch ein ganz besonderer Gepard, nämlich das erste Tier, das im Oktober 2017 im Liwonde-Nationalpark zur Welt kam. Dies war ein historischer Meilenstein für den Artenschutz, da Geparden in Malawi zuvor als ausgerottet galten. Erst wenige Monate zuvor, im Mai 2017, waren im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts von African Parks und dem Endangered Wildlife Trust vier wilde Geparden aus Südafrika in den Park gebracht worden. Für den Liwonde-Nationalpark selbst war es sogar der erste Nachwuchs dieser Raubkatzen seit über 100 Jahren. Also wirklich nur WOW, dass ich dabei sein und das erleben durfte.
Bei Löwen und Hyänen läuft es etwas anders ab. Erst einmal braucht man einen Kadaver. In unserem Fall waren es ein Wasserbock und ein Impala. Das tote halbe Tier wurde an einem Baum befestigt, ein Lautsprecher im Baum aufgehängt und zwei Wildtierkameras platziert. Sobald die Dämmerung einsetzt, heißt es: ab ins Auto. Für mich also vorher noch schnell hinter den Busch und pinkeln. Und dann warten. Über den Lautsprecher werden entweder Hyänenrufe, Löwenlaute, sterbende Schweine oder sterbende Kühe abgespielt – und das ziemlich laut. Und dann heißt es wieder: warten und hoffen, dass Tiere kommen.
Mit den Hyänen hatten wir ziemlich Glück. Die kamen recht zügig und meistens genau dann, wenn wir sie wollten. Wir hatten es sogar geschafft, an zwei Abenden jeweils eine Hyäne, das Leadtier, zu betäuben. Doch die Tiere werden nicht sofort schläfrig. Das dauert seine Zeit. Und damit haben sie auch genug Zeit, wegzurennen und sich zu verstecken. Und ihr dürft nicht vergessen: Es ist dunkel. Wir hatten zwar Nachtsichtgeräte und eine Drohne, aber trotz gründlicher Suche ist es uns nicht gelungen, die betäubten Tiere zu finden. Wir sind natürlich immer so lange geblieben, bis wir das Tier wieder gesehen hatten und sicher waren, dass es ihm gut geht. Aber dazu, einem Tier ein Halsband anzulegen, kam es leider nicht. Was allerdings sehr beeindruckend ist, sind die Laute, Töne und Rufe, die Hyänen machen. Besonders als die Leaddame wieder wach war und ihre Truppe zusammengerufen hat. Das war extrem dominant. Danach hatten sich auch alle Tiere gesammelt und sind abgehauen. Was für ein Erlebnis.
Mit den Löwen hat es sich für uns leider etwas schwieriger gestaltet. Wir mussten uns ewig die sterbenden Tierlaute über uns ergehen lassen – ein Hoch auf die Noise-Cancelling-Kopfhörer. Leider haben sich keine Löwen gezeigt. Wir sind dann sogar mit dem Auto noch losgefahren, um zu sehen, ob Löwen in der Nähe sind. Leider keine Löwen. Dafür ein paar Elefanten, die nicht ganz so happy über unseren nächtlichen Besuch waren. Und da wird einem auch anders, wenn man bei Dunkelheit im Auto auf einmal eine Elefantenherde um sich hat oder ein Elefantenbulle einen verjagt und dabei laute Geräusche von sich gibt. Bei unserem letzten Versuch, Löwen zu bekommen, war es dann auch sehr vielversprechend. Wir hatten bereits von einem schon gecollerten Tier ein sehr nahes Signal. Die Hyänen waren zahlreich um uns herum, obwohl wir an diesem Abend eigentlich keine Hyänen wollten, und auch das Signal des Löwen kam immer näher. Aber auf einmal haben wir in der Ferne Schüsse gehört. Was kein gutes Zeichen ist, denn es sind nur die Ranger oder Wilderer bewaffnet und schießen. Wir haben versucht, über Funk herauszufinden, wer da geschossen hat. Was sich schwieriger herausgestellt hat als gedacht, da wir irgendwie in einem Funkloch waren und die Radios nicht immer gesendet oder empfangen haben. Nach einer Weile haben wir dann auch in der Ferne die Rufe eines verletzten Büffels gehört und entschieden, dass es zu gefährlich ist. Wir haben dann Ranger gerufen, die nach den Wilderern suchen sollten, und haben die Aktion mit dem Löwen abgebrochen. Und die Hyänen waren von all dem Durcheinander, den hellen Taschenlampen und den Stimmen überhaupt nicht beeindruckt. Die haben sich einfach über den Kadaver gefreut und sich von uns nicht beeindrucken lassen. Ja, es war sehr schade, dass wir wegen der Wilderer unsere Aktion abbrechen mussten. Denn wir waren dem Löwen so nah wie an keinem Abend zuvor. Tja, das bedeutet wohl, dass ich noch einmal wiederkommen muss.
Dafür hatte ich ein anderes Highlight, das ich euch nicht verschweigen möchte. Es wurde nämlich ein Wilderer gefunden, der ein Pangolin bei sich hatte. Das Tier wurde zu uns gebracht, um zu sehen, in welchem Zustand es sich befindet, und dann zu entscheiden, was mit dem Tier passiert. Und das Tier, das zu uns gebracht wurde, befand sich zum Glück in einem sehr guten Zustand, sodass wir es am nächsten Tag wieder auswildern konnten. Bis dahin wusste ich ehrlich gesagt selbst gar nicht besonders viel über Pangoline. Und nachdem dieses kleine Wesen bei uns im Center gelandet war, wollte ich unbedingt mehr über diese unglaublich skurrilen Tiere wissen.
Hier noch ein paar Fakten zu diesem einzigartigen Tier namens Pangolin:
Größe & Gewicht:
Das Temminck-Schuppentier in Malawi hat in etwa die Größe einer kleinen Katze. Es wird inklusive des kräftigen Schwanzes bis zu einen Meter lang und wiegt im Durchschnitt etwa 12 Kilogramm.
Lebensraum:
Sie leben vor allem in den trockenen Wäldern, Savannen und Buschlandschaften des Landes. Eine Studie des Lilongwe Wildlife Trust zeigt, dass sie ihre unterirdischen Erdhöhlen bevorzugt im dichten Waldland nahe oder unter umgestürzten Bäumen sowie in Termitenhügeln anlegen.
Ernährung & Anatomie:
Als „Ökosystem-Ingenieure“ fressen sie ausschließlich Ameisen und Termiten. Da sie keine Zähne besitzen, nehmen sie ihre Nahrung mit ihrer bis zu 40 cm langen, klebrigen Zunge auf. Die Insekten werden erst im Muskelmagen mithilfe von absichtlich verschluckten kleinen Steinchen und Sand zerkleinert.
Der Panzer:
Sie sind die einzigen Säugetiere weltweit, die echte Schuppen besitzen. Diese bestehen aus Keratin – demselben Material wie menschliche Fingernägel.
Abwehrverhalten:
Bei Gefahr rollen sie sich zu einer fast unbezwingbaren, scharfkantigen Kugel zusammen. Was in der Natur optimal gegen Raubkatzen schützt, macht sie für Wilderer leider zu einer extrem leichten und hilflosen Beute, da man sie einfach aufheben kann.
Fortbewegung:
Schuppentiere laufen meistens nur auf ihren starken Hinterbeinen. Der lange, breite Schwanz dient dabei als Gegengewicht.
Meistgeschmuggeltes Säugetier der Welt:
Auch in Malawi sind Pangoline massiv durch illegale Wilderei bedroht. Ihre Schuppen sind auf dem Schwarzmarkt vor allem für die Traditionelle Chinesische Medizin heiß begehrt, obwohl sie keinerlei medizinisch nachgewiesene Wirkung haben.
Strengste Gesetze:
Malawi hat reagiert und stuft das Pangolin in seinen Wildtiergesetzen mit dem höchstmöglichen Schutzstatus ein. Wilderer und Schmuggler werden in Malawi rigoros verfolgt und regelmäßig zu langjährigen Haftstrafen, oftmals ab fünf Jahren Gefängnis aufwärts, verurteilt.
Rettung und Auswilderung:
Organisationen wie der Lilongwe Wildlife Trust arbeiten eng mit der Regierung zusammen. Beschlagnahmte oder verletzte Pangoline werden im dortigen Wildtierzentrum medizinisch versorgt, aufgepäppelt und anschließend in gut bewachten Schutzgebieten wie dem Liwonde-Nationalpark wieder ausgewildert.
Aber ich war auch in der Auffangstation in Liwonde beim LWT-Center. Die Zeit im Auffang- und Rehabilitationszentrum hat mir sehr gut gefallen. Hier kann ich mich nämlich endlich wieder bewegen und habe kleine Aufgaben, die ich selbstständig abarbeiten kann. Und eben das Beste: Ich bekomme endlich wieder Bewegung. Es ist ein schönes Gefühl, den Tieren etwas Gutes zu tun und ihnen zu helfen. Eine Hyäne habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen. Sie freut sich immer so, wenn man zu ihr kommt, ihr Wasser säubert und ihr Futter versteckt. Es ist einfach zu süß, wie sie das Wasser nach Futter absucht, sich darin abkühlt und einen dabei strahlend anschaut. Hyänen sind dadurch mit zu meinen Lieblingstieren geworden. Tolle, intelligente Tiere. Traurig ist, dass es immer wieder Menschen gibt, die denken, sie könnten diese Wildtiere wie einen Hund als Haustier halten. Daher können diese Hyänen auch nicht mehr ausgewildert werden, da sie zu sehr an den Menschen gewöhnt sind und seine Nähe suchen.
Und ganz besonders haben wir aktuell ein Vervet-Affenbaby, das wir mit der Flasche füttern müssen und bei dem ständig jemand sein muss. Dafür teilen wir uns in Schichten ein. Schon süß, für ein paar Stunden so eine Affenersatzmama zu sein. Serval-Babys haben wir aktuell auch. Die sind zum Glück vom Menschen überhaupt nicht begeistert und fauchen einen richtig böse an. Die beiden Kleinen dürfen bestimmt bald wieder in die freie Wildbahn. Pangoline sind ebenfalls immer wieder da, werden aufgepäppelt und anschließend wieder ausgewildert. Und das Team vor Ort ist so herzlich und lieb. Es macht einfach eine riesige Freude, für eine bestimmte Zeit ein Teil davon zu sein.
Ich möchte mich hier einmal bei all den Menschen bedanken, die diese Reise für mich so unvergesslich und wundervoll gemacht und überhaupt erst ermöglicht haben. Es sind so viele Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise Teil dieser Reise geworden sind und von denen jeder einzelne etwas bei mir hinterlassen hat. Dafür bin ich unglaublich dankbar.
Isabelle, Ida und Mia <3 Danke euch für diese unvergessliche Zeit, für all die gemeinsamen Erlebnisse und vor allem für die Freundschaft, die daraus entstanden ist.
Danke dir, Cat, dass wir uns gefunden haben. Danke für dein Vertrauen, deine Unterstützung und dafür, dass du mir die Möglichkeit gibst, meinen eigenen Weg weiter auszuprobieren und zu gehen.
Candice, Charlotte und Ava – ihr habt mir meine Zeit in Südafrika so sehr versüßt. Danke für all die schönen Momente und dafür, dass ihr diese Zeit zu etwas ganz Besonderem gemacht habt.
Timo und Tilly – ohne euch wäre es für mich wahrscheinlich ziemlich langweilig und trist geworden. Ihr habt so viel dazu beigetragen, dass ich mich wohl gefühlt und eine so tolle Zeit hatte. Danke für euch!
Anna und Kathi – ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wo ich ohne euch wäre. Danke, dass ihr da seid und mich auf meinem Weg begleitet.
Corinna, danke dir für das Traumhaus am Meer und die wunderschöne Zeit dort. So ein besonderer Ort und eine ganz besondere Erinnerung!
Tamsin, ich freue mich so sehr, dass ich dich getroffen habe. In so kurzer Zeit eine so tiefe und innige Verbindung aufzubauen, so viel Vertrauen zu spüren und gleichzeitig das Gefühl zu haben, bei so vielen Themen verstanden zu werden – das ist etwas ganz Besonderes. Danke dafür! Und ich freue mich riesig auf dein Buch!
Mollie, ich feiere dich und deine Art so sehr! Danke für diesen tollen gemeinsamen Tag. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir unsere gemeinsame Reise noch machen. Ich glaube, das könnte ziemlich großartig werden!
Susi, danke dir für deine Unterstützung und für den einen oder anderen Arschtritt, den ich definitiv gebraucht habe. Danke für deine Arbeit und dafür, dass du mich auf meine ganz eigene Art immer wieder weiterbringst. Ich sage nur: Super Synchronisity!
Konstantin, auch dir ein großes Dankeschön für deine Impulse und die Gedanken, die du mir mitgegeben hast.
Und natürlich ein riesiges Dankeschön an meine ganze Familie. Danke, dass ihr mich immer unterstützt, mich ausprobieren lasst und dabei immer hinter mir steht und mich supportet. Zu wissen, dass ich meinen Weg gehen, Dinge ausprobieren und auch mal Umwege machen darf und ihr trotzdem immer da seid, bedeutet mir unglaublich viel.
Und natürlich auch ein großes Danke an all die anderen Menschen, die hier vielleicht nicht namentlich stehen, aber diese Reise und diese Zeit für mich unvergesslich gemacht haben – und an alle, die sie weiterhin zu etwas Besonderem machen.
Jeder von euch hat auf seine eigene Art ein kleines Stück zu dieser Reise beigetragen. Und wenn ich auf die letzten neun Monate zurückblicke, merke ich erst, wie viele Begegnungen, Freundschaften, Gespräche, Erlebnisse und Menschen diese Reise geprägt haben.
Dafür einfach von Herzen: Danke.







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